Unsere Projekte

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Betreuung auf Station

Schmerzhafte Behandlungen, seelische Verletzungen, Ängste und Trauer prägen in dieser langen Zeit der Behandlung den Alltag auf Station. Nur durch die Verarbeitung der negativen Emotionen kann den Kindern und deren Familien Rückhalt gegeben werden, um im Klinikalltag ein Stück weit Normalität und Freude zu leben. Dabei fällt der Kontinuität sowohl in der Phase der Akut-Therapie als auch in der Erhaltungs-Therapie eine besonders wichtige Rolle zu. Erst wenn über einen längeren Zeitraum Bindung zu den Kindern und deren Eltern aufgebaut werden konnte, kann therapeutisch verarbeitet werden, was tief im Innern schlummert. Besonders die kleinen Patienten und Patientinnen profitieren von den nonverbalen und visualisierten therapeutischen Maßnahmen, die der Förderverein auf Station anbietet.

 

Psychologische Betreuung

Die Diagnose Krebs verändert das Leben eines Kindes und seiner Angehörigen.
 Das erkrankte Kind und seine Familie müssen Wege suchen, um mit der bevorstehenden Dauerbelastung umgehen zu können und Lösungen finden für die Belange, die die Erkrankung mit sich bringt. Der Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e.V. Mainz beschäftigt eine Psychologin, die unterstützende und entlastende Gespräche anbietet, bei Krisen zur Verfügung steht und den betroffenen Familien hilft, Antworten auf Fragen zu finden, die durch den Umgang mit der Krankheit und der neuen Lebenssituation aufkommen. Auch auftretende Gefühle wie Angst, Verzweiflung, Selbstvorwürfe und Wut lassen sich durch professionelle Hilfe leichter verarbeiten.


Psychosoziale Betreuung

Um die bestmögliche Betreuung und Beratung der betroffenen Kinder und deren Familien sicher zu stellen, kommt auch der psychosozialen Betreuung eine besondere Bedeutung zu. Der vom Förderverein beschäftigte Diplom-Sozialpädagoge steht den Eltern in allen wichtigen Fragen, so beispielsweise auch Behördengänge, sowohl im Elternhaus als auch auf Station zu Verfügung. Darüber hinaus werden für Kinder und Eltern Haus- und Stationsabende organisiert. Wenn die Kinder nach langer Abwesenheit wieder in die Schule gehen können besucht der Sozialpädagoge nach Absprache mit dem betroffenen Kind, den Eltern und dem Lehrer die Klassen mit dem Ziel, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen. Um die Reintegration in den Klassenverband zu erleichtern, werden die MitschülerInnen in einem interaktiven Vortrag über die Krankheit des Kindes aufgeklärt und alle Fragen beantwortet.


Kunsttherapeutische Begleitung

Kunsttherapie_Unger Schmerzen, unangenehme Untersuchungen oder beispielsweise verängstigte Eltern wirken vor allem auf kleine Kinder bedrohlich. In der kunsttherapeutischen Begleitung können Themen, die die Kinder beschäftigen, bearbeitet werden ohne sie verbalisieren zu müssen. Besonders gefürchtet sind beispielsweise die Masken, mit denen Kinder während einer Bestrahlung des Kopfes fixiert werden müssen. Durch das bemalen und beschäftigen mit der Maske verliert sie ihren Schrecken. Unaussprechliches wird darstellbar – und damit greifbar. Die Kunsttherapie bietet Gelegenheit die vitalen und kreativen Kräfte zu mobilisieren und den Gefühlen freien Lauf zu lassen. Dabei orientiert sich die Kunsttherapeutin nicht nur an den Problembereichen, sondern versucht auch die Stärken des Kindes zu nutzen, die es braucht, um seelisch gesund zu bleiben.


Musikpädagogische Begleitung

musikpädagogische begleitung Auch das nonverbale Kommunikationsmedium Musik verhilft den Kindern Gefühle wie Angst, Trauer oder Wut auszudrücken, aber auch positive Stimmungen wie Freude finden durch die Musik ihren Weg nach draußen. Für kurze Momente gemeinsam mit dem Musikpädagogen kreativ und laut sein zu dürfen, ist für die Kinder immer sehr befreiend. In der musikpädagogischen Begleitung erleben die Kinder Freude am aktiven Tun. Gefühlen Ausdruck zu verschaffen kommt einer Entdeckungsreise gleich in der auch Hoffnung, Selbstbehauptung und Freude mitgeteilt werden können und somit zur Krankheitsbewältigung beitragen.


Spielzimmer

Spielzimmer_Adina

Spielen und Basteln sind nicht nur gewohnte Lieblingsbeschäftigungen der Kinder, sie lenken auch ein wenig von der Erkrankung ab, helfen Ängste abzubauen und die normale Entwicklung zu fördern. Was für ein gesundes Kind selbstverständlich ist, sich eigenständig ohne Eltern in einer sozialen Gruppe im Kindergarten oder in der Schule bewegen zu können, darf einem kranken Kind nicht vorenthalten werden. Gemeinsam mit der Erzieherin können Kinder in dem vom Förderverein eingerichteten Spielzimmer auf der Station malen, basteln oder spielen.
Darüberhinaus können die Größeren auch Spiele, Gameboys und Laptops zum kostenfreien Surfen im Internet ausleihen.


Medizinische Versorgung

medizinischeUmfassende Hilfe leistet der Förderverein auch im Bereich der medizinischen Versorgung. Im Jahre 2011 hat sich der Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e.V. Mainz mit der größten Einzelspende in seiner Geschichte an der Anschaffung eines neuen Kernspinthomographen beteiligt. Mit 500.000 Euro wurde ein Viertel der Gesamtanschaffungskosten übernommen. Die wesentlich breitere Röhre lässt weniger Platzangst aufkommen, zudem ist die Qualität der Bilder um ein vielfaches besser, wovon die Kleinen am meisten profitieren. Der Förderverein finanziert aber auch zusätzliche Pflegestellen für die Station. Damit wird die personelle und materielle Ausstattung auf der kinderonkologischen Station der Universitätsmedizin Mainz entscheidend verbessert.

 

Nachsorge

DIGITAL CAMERA Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, gerät die Welt aus den Fugen. Lange Zeit steht der Kampf gegen die Erkrankung im Vordergrund. Ist die akute Behandlung dann abgeschlossen, gilt es, mit dem Krebs im Alltag zu leben. Doch die Krankheit hat vieles verändert. Die durchlebte Zeit der Therapie, die Sorgen und Ängste, hinterlassen Spuren, die zu erheblichen Beeinträchtigungen körperlicher wie seelischer Art führen können. Der Förderverein hat sich auch zur Aufgabe gemacht, betroffene Kinder und Jugendliche und ihre Familien auch nach der schweren Zeit im Krankenhaus nicht alleine zu lassen.


Familien- und Trauerbegleitung

744 Leider haben nicht alle Kinder das Glück die Therapie erfolgreich zu überstehen und den Krebs zu besiegen. Wenn die Kinder den Weg zurück ins Leben nicht mehr schaffen stehen die Eltern vor einem Abgrund. Damit die Eltern in dieser Situation nicht alleine sind, beschäftigt der Förderverein eine Familien- und Trauerbegleiterin, selbst betroffene Mutter. Ihre eigenen Erfahrungen helfen Zugang zu Menschen zu finden, die um ihr Kind fürchten oder trauern. Sie begleitet die Familien über die gesamte Therapiezeit und darüber hinaus. Sie bietet Gespräche an, bringt betroffene Eltern zusammen und besucht die Familien zu Hause.


Jugendgruppe

 

nachsorge

Während der Therapiezeit im Krankenhaus ergeben sich viele Freundschaften auf der Station A2. Das gemeinsame Schicksal verbindet, weil keiner so gut versteht, was es bedeutet Chemotherapie oder Bestrahlung durchzustehen. Um diese Freundschaften weiter pflegen zu können, wurde vom Förderverein gemeinsam mit einer ehemaligen Patientin die „Ehemaligen-Jugendgruppe“ initiiert. In monatlichen Treffen mit häufig erlebnispädagogischem Hintergrund wird den jungen Menschen im Alter von 12 bis 18 Jahren Gelegenheit gegeben sich auszutauschen, Erlebtes zu verarbeiten und Freundschaften zu erhalten. Auch die Geschwisterkinder werden in die psychosoziale Betreuung durch den Förderverein eingebunden, beispielsweise durch Freizeiten in den Ferien.


Schulbesuche

 
psychosoziale betreuung Ein Schwerpunkt in der Nachsorge ist die Wiedereingliederung der Kinder und Jugendlichen nach erfolgreicher Therapie in den Schulalltag. Der Klassenverband in der Schule ist der Ort, an dem die Kinder und Jugendlichen normalerweise die meiste Zeit neben der Familie verbringen. Neben der Hauptaufgabe der Vermittlung von Wissen, existiert hier auch ein soziales Übungsfeld unter den Mitschülern. Hier lernt man im Kontakt miteinander soziales Handeln und oft bestehen Freundschaften und Feindschaften, welche für die Betroffenen sehr wichtig sind. Entsprechend aufgeregt sind die erkrankten Kinder und Jugendlichen, wenn nach durchstandener Therapie und langer Abwesenheit ein erster Schulbesuch ansteht. Um den Betroffenen in dieser Situation eine Hilfestellung zu geben, bietet der Förderverein psychosoziale Betreuung den Betroffenen an, begleitet sie auf Wunsch in die Klasse, um dort in einem zweistündigen interaktiven Vortrag alle Fragen der Mitschüler zu beantworten und damit Ängste und Vorurteile auf deren Seite abzubauen, einen ungezwungenen Umgang mit der Krebserkrankung zu ermöglichen und die Re-Integration des Betroffenen zurück in den Klassenverband zu erleichtern.

 

Sozialfonds

Wir betreuen die betroffenen Familien aber nicht nur durch psychosoziale Angebote, sondern ermöglichen auch in finanziellen Notlagen konkrete Unterstützung durch den vom Förderverein bereitgestellten Sozialfonds. Durch die Krebserkrankung eines Kindes ändert sich schlagartig die Situation für die gesamte Familie. Oft verzichtet ein Elternteil darauf weiter arbeiten zu gehen und übernimmt die Betreuung des betroffenen Kindes während der Therapie im Krankenhaus und in den Therapiepausen zuhause. Das wegfallende Gehalt können viele Familien nur schwer kompensieren. Die Ausgaben bleiben gleich hoch, meist erhöhen sie sich noch durch die Erkrankung, z.B. durch Renovierungsmaßnahmen, da die Wohnung den neuen Bedürfnissen angepasst werden muss.

 

Elternhaus

Elternhaus Das Elternhaus in der Lindenschmitstraße ist das Herz des Fördervereins. Hier befindet sich die Geschäftsstelle und die Mitarbeiter stehen dort für persönliche Gespräche zur Verfügung. Für die Eltern der an Krebs erkrankten Kinder ist es seit zehn Jahren ein zweites Zuhause auf Zeit. Neben der Geschäftsstelle bietet das Elternhaus mit seinen sechs Wohneinheiten, der Wohnküche, dem Spielzimmer und dem großem Garten die Möglichkeit, zu jeder Zeit der Therapie in der Nähe des erkrankten Kindes zu sein – und wenn die Eltern auf Station sind, können die Geschwisterkinder sogar wochentags im Elternhaus betreut werden. Nur wenige Gehminuten von der Kinderkrebsstation entfernt, können Familienangehörige sich ausruhen, Kraft tanken und mit dem Elternhaus-Team oder anderen betroffenen Eltern ins Gespräch kommen.
Für Zimmeranfragen wenden Sie sich bitte an
Anna Turus
Tel.: 06131 237234
Email: anna.turus@krebskrankekinder-mainz.de

 

Ferienanlage

GemündenSeit 1990 bietet die großzügige Ferienanlage in Gemünden im Hunsrück den Familien die Möglichkeit, sich in den Therapiepausen oder nach der Therapie zu erholen. Während der Akut-Therapie ist den Familien untersagt in den Therapiepausen, beispielsweise während einer Chemotherapie, in Urlaub zu fahren, die Kinder zurück in Kindergarten oder die Schule gehen zu lassen, um das Kind vor einer viralen oder bakteriellen Infektion zu schützen. Dennoch sind Ablenkung und Erholung wichtig, um dem Bevorstehenden besser begegnen zu können. Die Ferienanlage in Gemünden wurde für diese Familien errichtet. Sie bietet die Möglichkeit unbeschwerte Zeit in landschaftlich schöner Umgebung zu genießen. Darüber hinaus bietet Gemünden die Sicherheit, im Notfall innerhalb einer Stunde Fahrt wieder in der Klinik zu sein.
Buchungen über
Anna Turus
Tel: 06131 237234
Email: anna.turus@krebskrankekinder-mainz.de