Familien- und Trauerbegleitung
Meine Tochter Milena erkrankte 1999 an Krebs, war 2 Jahre auf Station A2 in Behandlung, dort verstarb sie 2001 in meinen Armen. Nach Milenas Tod suchte ich häufig die Orte auf, an denen meine Tochter die intensivste Zeit ihres Lebens verbrachte, da sie mir dort besonders nah ist. Dazu gehörten in erster Linie die onkologische Station und die Intensivstation der Kinderklinik. Dort nahm man mich einfach in den Arm, ich fühlte mich in meiner Trauer angenommen und verstanden. So verlor ich nie den Kontakt zu der Klinik, zu Kindern und deren Eltern. Gemeinsam mit anderen betroffenen Eltern gründeten wir den Elternkaffee und die regelmäßig stattfindenden Stammtische.
Die Verbindung zur Station blieb und erweiterte sich ständig durch neue Kinder und deren Familien. Dabei entstand in mir der Wunsch, noch mehr für die Kinder und deren Familien anzubieten. Seit einigen Monaten bin ich in der Fortbildung zur Trauerbegleitung und seit Juni 2006 biete ich meine Arbeit als Familien- und Trauerbegleitung auf Station A2 an. Diese besteht darin für die Kinder und deren Eltern da zu sein, die sich in Behandlung befinden.
Zu Gute kommt mir hierbei meine Ausbildung zur Erzieherin und die jahrelange Erfahrung Kindern Freude zu bereiten, mich mit ihnen zu beschäftigen und ihnen Mut zu machen. Kurz: ein offenes Ohr und Auge für alle zu haben. Leider haben nicht alle Kinder das Glück die Therapie erfolgreich zu überstehen und den Krebs zu besiegen.
Diesen Kindern und deren Familien versuche ich Unterstützung zu geben wo sie gebraucht wird. Der Großteil meiner Unterstützung setzt sich zusammen aus: für die Familien da zu sein, zuhören, miteinander reden, Verschiedenes organisieren, Hand halten und vieles mehr. Hierbei lege ich großen Wert auf die persönlichen Bedürfnisse der einzelnen Menschen. Besonders wichtig erachte ich die Betreuung der Eltern, Geschwister und Großeltern nach dem Tod eines Kindes. Keiner soll vergessen sein. Meine gesamte Arbeit verstehe ich als Angebot. Natürlich sollte jeder für sich entscheiden, ob er dieses annehmen möchte oder nicht.
Ich freue mich Ihnen zu begegnen.
Martina Vogt










